Susanne Hahn (Daimler) über Innovationstrends in der Automobilbranche

2. März 2017
Name: Susanne Hahn
Position: Head of Business Innovation bei Daimler AG
Thema: Innovationstrends in der Automobilbranche

Eine rege Startup-Kultur um Carsharing oder andere Mobilitätsdienstleistungen bringen aktuell viele neue Einflüsse in die Automobilbranche.
Wie passen sich etablierte Unternehmen dem an und treiben ihre eigene Innovation voran, um den Wettbewerb und die Entwicklung zu fördern?

Daimler ist neben der sehr bekannten Tätigkeit als Automobilhersteller ebenfalls stark an der Innovation der Technologie und Produkte auf dem Markt beteiligt.
Das Feld “Business Innovation” sei bereits seit zehn Jahren fest etabliert im Unternehmen, so Susanne Hahn, Head of Business Innovation bei Daimler AG.
Dabei entstehen Plattformen für Innovative Lösungen wie Mercedes Me mit Connect-Diensten, aber ebenfalls eigene Startups wie Car2Go, einer der bekanntesten Car-Sharing Anbieter hierzulande.

Wichtig sei dabei vor allem Mut zu beweisen, auf Ideen setzen zu können und auch mal dem Bauchgefühl folgen zu können.
Man müsse Fehler machen können, denn wie Susanne Hahn es formuliert: “Von zwanzig Ideen, würde ich sagen, ist eine gut und kommt durch. Wenn überhaupt.”

Wie also schafft man eine gute Auslese von Geschäftsideen und ermöglicht trotzdem eine breite und offene Förderung?
Interne Innovationssysteme wie ein “Inkubator” sollen dabei helfen. Weitere Auslese geschieht durch Crowdfunding und Crowdvoting, wie Hahn es beschreibt.
Hierbei können die Mitarbeiter selbst abstimmen, welche Ideen stärker gefördert werden und mehr Aufmerksamkeit bekommen.

So sind schon Ideen wie car2go und die Mercedes-Benz Energiespeicher entstanden. Diese werden anschließend gemeinsam mit den zuständigen Abteilungen weiterentwickelt. Wichtig sei beim Entwicklungsprozess stets, sich selbst in Frage zu stellen und eine hohe Anpassungsfähigkeit zu schaffen.
Letztere ist gerade auf dem heutigen Markt wichtig, des es schwierig sei, den klassischen Automobilbetrieb und zusätzlich nachhaltige neue Entwicklungen zu garantieren.

Daimler macht wie andere große Anbieter aktuell einen Wandel vom reinen Automobilhersteller zum Mobilitätsanbieter, dabei soll laut Hahn einiges an Startupkultur und -Leadership in die Firma integriert werden, um schnelle dynamische Prozesse zu ermöglichen.

Es sei wichtig, weiter Autos zu verkaufen, aber Daimler arbeite sowohl intern, als auch mit externen Instituten gemeinsam eifrig daran, ebenso neue Geschäftsmodelle aufzubauen, und damit nachhaltige Programme und gesicherte Beschäftigungen zu schaffen.

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