Prof. Dr. Gesche Joost (UdK Berlin) über die Wirkung der Maker-Kultur

13. September 2016
Name: Prof. Dr. Gesche Joost
Position: Professorin für Designforschung an der UdK Berlin und Leiterin des Design Research Labs
Thema: Wirkung der Maker-Kultur

Neuer Trend: Maker-Kultur

Doch was steckt eigentlich dahinter?

Die sogenannte Maker-Kultur beschreibt eine große Community von Technikbegeisterten und Bastlern, die eigene Hardware-Lösungen und -Produkte schaffen und das meist mit nur geringen Ressourcen und großer Kreativität.

Laut Prof. Joost, Professorin für Designforschung an der UdK Berlin und Leiterin des Design Research Labs, sei die Maker-Bewegung einer der größten aktuellen Innovationstreiber.

Involviert seien inzwischen nicht mehr nur Privatpersonen oder Vereine, sondern auch Start-Ups und sogar etablierte Firmen sehen das Potenzial der als „Fab-Labs“ bezeichneten kreativen Bastel-Labore. Ein starkes Beispiel dafür sei Berlin, wo viele Firmen extra einen Standort eröffnen nur um ihre eigenen Fab-Labs mit ambitionierten Makern zu füllen.

Ein Grundmerkmal und auch eine Voraussetzung der Maker-Kultur sei der „Low-Tech“ betitelte Ansatz, bei dem billige Hardware und vorwiegend Open-Source Software Lösungen zur günstigen Produktion benutzt werden. Dadurch sei Prof. Joost zufolge der Übergang zwischen Produzent und Nutzer beinahe fließend.

Durch den geringen Kostenfaktor und die hohe Offenheit und Kreativität der Maker-Projekte, seien diese nicht nur für Privatpersonen oder Firmen interessant, sondern könnten auch ein hohes Potenzial für das Bildungssystem bedeuten.
Die digitale Bildung sei in Deutschland nach Prof. Joosts Meinung stark ausbaufähig.

So könne die Einbindung von Maker-Projekten und -Material in den Unterricht neben den klassischen Programmierstunden ein wichtiges Vehikel für eine bessere Bildung im Bereich Technik bieten.

Mehr zu Prof. Joost

Mehr zur Makerszene bei Make Germany

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