Prof. Dr. Frederik Armknecht über Sicherheit in der Industrie 4.0

12. Juni 2017
Name: Prof. Dr. Frederik Armknecht
Position: Professor Universität Mannheim
Thema: Sicherheit in der Industrie 4.0

„Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.“

Der Begriff Industrie 4.0 bezeichnet die Verschmelzung von IT- und Produktionstechnologien.
Seit 2013 hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die Entwicklung in eine digitale Produktionswelt aktiv zu unterstützen.
Die Motivation dahinter ist ganz klar: Digitale Infrastrukturen versprechen eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit eines Landes.
In Zeiten von Cyberkriminalität erfordert der gewünschte Wandel allerdings auch eine fundierte Auseinandersetzung mit Sicherheitskonzepten.

Frederik Armknecht, Sicherheitsexperte und Professor an der Universität Mannheim, beschäftigt sich mit der Frage, wie die für eine Industrie 4.0 notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden können. „Es gibt einige Grundmechanismen, die sehr gut funktionieren. Es gibt gute Verschlüsselungsverfahren, gute Empfehlungen, welche Sicherheitsmechanismen man einsetzt“. Oft seien diese allerdings sehr allgemein formuliert und ließen sich ohne Modifikation nicht in realen Situationen anwenden. „Umfassende Sicherheit ist noch nicht erreicht“, konstatiert Professor Armknecht. Insbesondere die ständige Verbindung einer Vielzahl von Geräten zum Internet bringe große Risiken mit sich, die von Industriespionage und Datenmanipulation bis hin zu gezielten Angriffen auf teure Produktionsanlagen reichen können. Um solche Herausforderungen auch in Zukunft meistern zu können, müssten laut dem Professor aus Mannheim Unternehmen stärker zusammenarbeiten.

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