Norbert Barthle (BMVI) über Infrastrukturpolitik für die Industrie-4.0-Nation

4. Februar 2017
Name: Norbert Barthle
Position: Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Thema: Infrastrukturpolitik für die Industrie-4.0-Nation

Ein Ziel, welches auf der Industrie 4.0-Konferenz 2017 besprochen wurde, ist Deutschland als führende Industrie 4.0-Nation. Doch was macht eine Industrie 4.0-Nation aus?

Unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ sehe Norbert Barthle vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur alle häufig angesprochenen Innovations- und Modernisierungsprozesse in der Industrie vereint.

Sein Ministerium muss die Voraussetzung für die umfassende Vernetzung „vom Fahrrad über den Laster bis hin zum Frachtschiff“ schaffen. Zu den obersten Prioritäten gehöre derzeit die schnelle Datenübertragung durch Breitbandausbau und den 5G-Standard im Mobilfunk.

Um „Glasfaser bis zum Endkunden“ zu erreichen, seien erste gesetzliche Wegmarken bereits gesetzt: Das DigiNetz-Gesetz beispielsweise verpflichte Kommunen, jede Baustelle zu einer Glasfaserbaustelle zu machen. Auch autonomes Fahren werde bereits erprobt und der Rahmen für eine reale Anwendung in der Industrie ausgetestet. Nach Barthles Aussage sei Deutschland bereits jetzt international führend: “Wir sind diejenigen, die auf europäischer Ebene das Tempo angeben. Und das ist auch unser Anspruch.”, so der Parlamentarische Staatssekretär.

Dabei sei es wichtig, Betroffene zusammenzubringen, betont Barthle. Vor allem die mittelständische Wirtschaft müsse weiter sensibilisiert werden, große Firmen stellen sich bereits auf die Dynamik des Umbruchs Richtung Industrie 4.0 ein. In Zukunft sollen Netzwerke geschaffen werden, nicht nur für Internet und Daten, sondern auch Menschliche, um gemeinsam an Lösungen und Entwicklungen zu arbeiten.

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