Jörn Wittmann zu Künstlicher Intelligenz und Gesetzen in der digitalen Welt

12. Juni 2017
Name: Jörn Wittmann
Position: Geschäftsführer Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V. (SRIW)
Thema: Künstliche Intelligenz und Gesetze in der digitalen Welt

„Es ist schwierig für den Gesetzgeber, regulatorisch einzugreifen, weil die Innovationsgeschwindigkeit sehr hoch ist.“ sagt Jörn Wittmann, Geschäftsführer des Vereins Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V. (SRIW) zu Problemen der Politik mit der IT. Dies liege hauptsächlich darin begründet, dass parlamentarische Prozesse zwar notwendig seien, aber eben auch ihre Zeit bräuchten und sich daher auf allgemeine Formulierungen zurückziehen. Existierende Gesetze müssten dahingehend überarbeitet werden, technologieneutral einzuhaltende Ziele zu definieren.

Für Entscheidungen, die auf einer künstlichen Intelligenz (KI) basieren, fordert er Ziele in Form eines Code of Conducts mit konkreten Mindeststandards und umrissenen Einsatzszenarien. Da künstliche Intelligenz in vielen Bereichen auch genutzt würde, um Entscheidungen auf eine großen Masse anzuwenden und den menschlichen Entscheider zu entlasten, müssten Ergebnisse jederzeit nachvollziehbar bleiben und auch einer Überprüfung durch den Menschen standhalten. Bei positiven Entscheidungen sei dies weniger kritisch als bei negativen, bei denen die Grundprinzipien der Diskriminierungsfreiheit stets angewandt werden müssen. Konkret angewandt auf Fragen des autonomen Fahrens und der Haftung bei möglichen Unfällen sieht Wittmann die Hersteller in Bezug auf die Einhaltung von Mindeststandards in der Pflicht, jedoch nicht in unbegrenzter Höhe.

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