Dr. Dietmar Woidke über Industrie 4.0 in Brandenburg

3. Februar 2017
Name: Dr. Dietmar Woidke
Position: Ministerpräsident des Landes Brandenburg
Thema: Industrie 4.0 in Brandenburg

„Ich bin der festen Überzeugung, heute ist der Breitbandausbau für die Region genauso wichtig, wie es früher eine Straße war oder ein Gewerbegebiet“, erklärt Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke im IT-Gipfelblog-Interview. Nachdem Anfangsschwierigkeiten in spezifischen Regionen Brandenburgs wie etwa dem Spreewald überwunden seien, gehe es nach Woidke „gut vorwärts im Land“: Knapp 60% der Brandenburger Haushalte haben mindestens 50 Mbit/s zuhause anliegen. Für den Ministerpräsidenten ist das ein „guter Zwischenstand, aber kann nicht das Ende sein“.

Auch im Bereich des E-Government sieht Woidke Brandenburg auf einem guten Weg. Die Landesverwaltung habe größtenteils elektronische Verwaltungssysteme – wenn auch nicht einheitlich das Gleiche. Seit anderthalb Jahren werde in der Staatskanzlei ein elektronisches Dokumentenverwaltungssystem eingeführt. Dagegen sei der Fortschritt auf kommunaler Ebene durchaus unterschiedlich. „Ich glaube auch das ist die Zukunft, dass die Bürger im Land immer mehr elektronischen Zugang auch zu Verwaltungsdienstleistungen haben wollen“, erklärt der Ministerpräsident. Wer wolle schon auf eine Behörde fahren, um seinen Angelschein oder auch seinen Ausweis zu verlängern?

Auf die Frage, ob man mit Twitter-Nachrichten Politik machen könne, antwortete der Brandenburgische Landeschef bestimmt: Er halte es für falsch, „Leuten weiszumachen, dass heutige politische Fragen in 140 Zeichen erklärt werden könnten“. Für mehr als eine kurze Meinung werde das Medium auch in Zukunft nicht ausreichen.

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