Dipl.-Ing. Gerhard Borho (Festo) über Automatisierung in der Industrie 4.0

10. Februar 2017
Name: Dipl.-Ing. Gerhard Borho
Position: Vorstand Information Management and Technology
Thema: Automatisierung in Industrie 4.0

„Die Digitalisierung bietet für uns die Chance, „on top of“ [der] bestehenden Produkte noch zusätzliche Dienstleistungen für unsere Kunden anzubieten“ äußerte sich der Diplom-Ingenieur Gerhard Borho, Vorstand IT und Finanzen der traditionsreichen Firma „Festo“, welche Komponenten der Automatisierungstechnik herstellt.

Die Revolution der bisherigen Herstellungsprozesse durch die Industrie 4.0 sehe er keineswegs als Bedrohung, sondern vielmehr als eine Möglichkeit, durch neue Geschäftsmodelle der Automatisierung den Umsatz und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu steigern. So plant die Firma „Festo“ eine automatische Rückmeldung der Maschinen seiner Kunden über deren Funktionsfähigkeit, sodass der personelle Aufwand für die Wartung der Maschinen stark gemindert werden könnte.

Doch wie kann man sicherstellen, dass trotz der Rationalisierung der Betriebe dennoch Arbeitsplätze erhalten werden, und wie könnte man eine gute Zusammenarbeit von menschlicher und maschineller Arbeit etablieren?

„Das Berufsbild einiger Menschen wird sich ändern“, so Herr Borho. So werden zukünftig auch viele Bereiche in denen gerade durch die Industrie 4.0 Arbeitsplätze geschaffen wurden, wie beispielsweise Ingenieure in der Tätigkeit der Beratung, nun zunehmend durch digitalisierte Maschinen übernommen werden.

Dennoch sieht Herr Borho keine zwangsläufige Bedrohung von Arbeitsplätzen durch die Industrie 4.0, sondern vielmehr die Möglichkeit, die vorhandenen Mitarbeiter in den Betrieben in Zusammenarbeit mit erhöhter Automatisierung effizienter einzusetzen.

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